Geschrieben 22 Januar 2007 - 02:49 Uhr
Gut gefallen? Ist für mein Empfinden etwas untertrieben. Zwar würden in der Tat wenige Worte reichen, um "Das Robinson-Crusoe-Konzert" zu beschreiben, so etwas wie: Der helle Wahnsinn! oder Einfach Grandios! Aber ich kann mal wieder nicht anders. Es gibt so viel mehr dazu zu sagen...
Es ist allerdings verdammt schwierig, ein Rainald Grebe Konzert irgendwie zusammenzufassen und inhaltlich wieder zu geben, wenn man diesem zum ersten Mal beiwohnen durfte und es nicht von einer CD oder so her kennt. Zu komplex, zu wirr alles, was der Meister so von sich gibt. Nichts, keine Sekunde ist irgendwie vorhersehbar, und es ist, wenn man sich keine Notizen macht (und wer würde das in dieser Atmosphäre schon tun), nahezu unmöglich, hinterher sagen zu können, was da tatsächlich auf der Bühne passiert ist.
Ich fühlte mich an diesem Abend in Köln quasi sofort wieder einmal in einen rauschhaften Zustand versetzt und gab mich nicht mittelprächtig, sondern vollkommen diesem Rausch hin. Weiß gar nicht, ob ich daraus schon wieder erwacht bin... aber das nur am Rande. Eigentlich sollte einem ein Mann, der einen dermaßen in seinen Bann ziehen kann, unheimlich sein, aber nein, ich genieße es, jedes verflixte Mal...
Der Rausch/Das Konzert: Die alles umfassende Geschichte um den Herrn auf der Insel, Robinson, und seinen merkwürdigen Begleiter Freitag, der hin und wieder mit Allgemeinwissen glänzt, aber im alltäglichen Leben eigentlich zu doof ist selbständig zu existieren. Dazwischen immer wieder Lieder voller Brillianz und Witz, über durchgeknallte Schlagersänger und Kaffee, Schnecken und Ulf, Miles Davis, die Autobahn, 30-jährige Pärchen, das Hotel Mama und und und... Und immer wieder Robinson, ein sprechender Papagei, Freitag, das Leben am Beach...
Zum Schluss selbstverständlich wieder Zugaben en masse.
Ich war vom Abschiedskonzert begeistert (es ließ mich zum Grebe-Jünger werden und ich habe es 2 mal live und ungefähr eine Million mal auf CD gehört seit dem), liebe die beiden Programme mit der Kapelle der Versöhnung (das neue habe ich leider noch nicht live gesehen), aber dieses neue Solo-Programm, der Mann alleine mit seinem Klavier, hat mich völlig umgehauen. Einfach nur schön! Großartig! The best! Er ist einfach unbeschreiblich gut, so alleine. Das Klavierspiel - phantastisch, und die Stimme - Wahnsinn! Von den Texten, den Liedern und dem Drumherum mal ganz zu schweigen.
Was soll ich sagen: Wer nicht hingeht, ist selber Schuld! Für mich kann ich nur sagen, alleine dafür hat sich der Trip nach good old Germany so was von gelohnt. Würde es so gerne wieder sehen und kann es kaum abwarten, die dazugehörige CD irgendwann einmal in den Händen zu halten. Wird aber sicher noch ´ne Weile dauern.
Ach ja, konnte es hinterher auch nicht lassen, den Herrn Grebe mit Autogrammwunsch (in meinen Global Fish) und das übliche Fangedöns zu belästigen. Noch mal Danke an dieser Stelle für`s Ertragen dieser Fan-Attacke!